Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn zu Besuch am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie

29. Mai 2019

Am 29. Mai besuchten Angela Dorn, hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, sowie Dr. Ulrike Mattig, Referatsleiterin für Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, das MPI auf den Marburger Lahnbergen

Wie in der Natur, so auch bei diesem gemeinsamen Treffen von Politik und Wissenschaft: Am Anfang standen die Mikroorganismen. Zur Einführung hielt der geschäftsführende Direktor Prof. Victor Sourjik einen kurzen Vortrag über die oft unsichtbaren, aber bedeutsamen Forschungsobjekte des Instituts und gab dann an Prof. Tobias Erb weiter. In der folgenden Vorstellung der wissenschaftlichen Zielsetzungen des Instituts wurde anschaulich klar: Mikrobiologische Grundlagenforschung ist aktueller denn je. Ob Umweltschutz, Klimawandel oder die gesunde Entwicklung von Mensch, Pflanze und Tier, die Forschung in Marburg habe gezeigt, dass Mikroorganismen eine Schlüsselrolle für die entscheidenden Herausforderungen der Zukunft spielen. 

Ministerin Angela Dorn auf ihrem Rundgang im Institut. Hier im Gewächshaus der Abteilung Organismische Interaktionen

Frau Dorn zeigte sich besonders beeindruckt von der hohen Internationalität und stetigen Entwicklung des Instituts. Wie die Direktorinnen und Direktoren gemeinsam betonten: Internationalität, aber auch die enge Zusammenarbeit mit der Universität Marburg, dem LOEWE Forschungszentrum SYNMIKRO sowie den ansässigen Unternehmen Marburgs ist der Boden, auf dem Exzellenz gedeiht - ein Prozess, der sich über Jahre erstrecke. So sei vor allem die frühzeitige Förderung von jungen Talenten von immenser Bedeutung, um die in Marburg bestehende Spitzenforschung langfristig leisten und garantieren zu können. Damit Innovationen entstehen, braucht Wissenschaft Freiheit und auch einen langen Atem, darin waren sich alle Anwesenden einig. Und den Rückhalt in der Bevölkerung, zum Beispiel ihr Vertrauen in die Sinnhaftigkeit der Grundlagenforschung. „Die Menschen müssen wieder sehen können, was Wissenschaftlichkeit bedeutet. Denn die Wissenschaft ist die Grundlage unseres Denkens - und unserer Lösungen“, so die Ministerin.

Dr. Anke Treuner-Lange aus der Abteilung Ökophysiologie erklärt Technik und wissenschaftliche Möglichkeiten der Elektronenmikroskopie.

An den Vortrag schloss sich eine lebhafte Gesprächsrunde an, bei der neben den wissenschaftlichen auch politisch-soziale Aspekte und zukünftige Vorhaben erörtert wurden. Im abschließenden Rundgang durch das Institut besuchte Angela Dorn zunächst das Gewächshaus der Abteilung für Organismische Interaktionen im obersten Stock des Gebäudes. Danach bewies Dr. Anke Treuner-Lange aus der Abteilung Ökophysiologie, dass eine Ministerin auch in nur zehn knackig-kurzen Minuten einen spannenden Einblick in die Elektronenmikroskopie und technisch-analytischen Möglichkeiten des Instituts gewinnen kann. 

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