Forschungsmeldungen

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Die Pflanze schlägt zurück<br />Kiwellin entwaffnet die metabolische Aktivität eines Pilzeffektors

Pflanzen werden ständig von Krankheitserregern befallen. Um sich selbst zu schützen, produzieren Pflanzen eine Reihe von Abwehrproteinen. Kiwelline sind eine Familie von sekretierten Pflanzenproteinen, die in vielen Pflanzenarten vorkommen. Ihre biologische Funktion ist jedoch weitgehend unbekannt. Eine Ausnahme bildet Kwl1 aus der Kiwifrucht, welches als humanes Allergen fungiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie haben zusammen mit Wissenschaftlern vom LOEWE Zentrum für Synthetische Mikrobiologie (Synmikro) in Marburg und vom Fachbereich Biologie der Philipps-Universität Marburg erstmals eine biologische Funktion eines Pflanzen-Kiwellins beschrieben. Sie haben ein Mais-Kiwellin gefunden, das spezifisch die Chorismat-Mutaseaktivität des U. maydis-Effektors Cmu1 hemmt. Diese Ergebnisse zeigen, dass Kiwelline zur Pflanzenabwehr gegen Pilzerreger beitragen. mehr

Maisbeulenbrand hat eine spezielle Evolution von Virulenzmerkmalen durchlaufen

Brandpilze sind Krankheitserreger, die hauptsächlich Gräser, einschließlich wirtschaftlich wichtiger Getreide wie Mais, befallen. Die meisten Branderreger verursachen Krankheitssymptome nur in den Blüten ihrer Wirtspflanzen. Eine Ausnahme stellt Ustilago maydis dar, ein Pilz, der die Maispflanze dazu bringt, in allen oberirdischen Organen Tumore zu bilden und Anthocyan zu akkumulieren (Abbildung 1). Die Anthocyanbildung erlaubt dem Pilz, sich im infizierten Gewebe effizient auszubreiten. Unklar ist, wie U. maydis einen so einzigartigen pathogenen Lebensstil erworben hat. mehr

Schutz der [Fe]-Hydrogenase

Schutz der [Fe]-Hydrogenase

26. November 2018

Hydrogenase-Enzyme katalysieren die Produktion und Nutzung von Wasserstoffgas, welches als zukünftiger Energieträger gilt. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg entdeckten in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Biophysik, das die [Fe]-Hydrogenase durch Konformationsänderungen des Proteins geschützt wird. Diese Erkenntnis ist entscheidend für die zukünftige Anwendung von Hydrogenasen und das Verständnis des katalytischen Mechanismus dieses Enzyms. mehr

Typ IV Effektorkomplexe: Komponenten des letzten unbekannten CRISPR-Cas-Typs

Bakterien nutzen CRISPR-Cas-Systeme um sich gegen virale Attacken zu schützen. Auf Grundlage von charakteristischen Cas-Proteinen wurden sechs verschiedene CRISPR-Cas-Typen identifiziert. Fünf dieser sechs Typen wurden bislang genauer untersucht. Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft haben nun die Komponenten des letzten unbekannten Typs beschrieben, die unter anderem eine neuartige CRISPR-RNA-Nuklease beinhalten. Die Funktionen der entdeckten Typ IV Effektorkomplexe sind dabei vermutlich nicht der reinen Virenabwehr zugeordnet. mehr

Der kleinste Chemie-Reaktor der Welt – gebaut aus einem einzigen Protein in Bakterien

In einer lebenden Zelle laufen gleichzeitig tausende verschiedener chemischer Reaktionen ab. Viele dieser chemischen Reaktionen produzieren reaktive oder giftige Verbindungen, die Zellen schädigen oder sogar töten können. Wie schützen sich Lebewesen gegen diese schädlichen Intermediate? Nun haben Max-Planck-Wissenschaftler entdeckt, dass manche Zellen Nano-Reaktoren aus Proteinen produzieren, in denen sie gefährliche chemische Reaktionen kontrolliert ablaufen lassen. mehr

Marburger iGEM-Team gewinnt Wettbewerb in Boston

Studierende der Philipps-Universität und des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie gewinnen internationalen Wettbewerb auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie mehr

Designerzellen schlucken das Klimagas CO<sub>2</sub>

Marburger Forschergruppe erhält 1,5 Millionen Euro der VolkswagenStiftung zur Erforschung neuer CO2-Umwandlungswege mehr

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