MINT-Talente besuchen das MPI-TM

Im Rahmen des 41. Erfinderlabors des Zentrums für Chemie (ZFC) gab Prof. Dr. Helge Bode am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Forschung und den Laboralltag in einem Forschungsinstitut.

Das Erfinderlabor ist ein einwöchiger, praxisorientierter Workshop im Rahmen der ZFC-Initiative „Schule 3.0 – MINT for Future“. In diesem Jahr erhielten 16 Oberstufenschülerinnen und -schüler die Chance, an drei Tagen an aktuellen Fragestellungen aus den Lebenswissenschaften mitzuarbeiten.

Die Jugendlichen arbeiteten nicht mit vereinfachten Schulversuchen, sondern eine Woche lang in den Forschungsgruppen der Philipps-Universität Marburg. Dort lernten sie wissenschaftliche Methoden kennen, entwickelten und überprüften eigene Lösungswege. Sie erlebten auch, dass Forschung nicht immer das Ergebnis liefert, das man erwartet.

Das Erfinderlabor fördert nicht nur Hochleister, sondern eröffnet auch konkrete Perspektiven für Studium und Beruf. Zum Auftakt der  Workshopwoche erhielte die Jugendlichen am 19, August bei einer Werksführung am Aenova-Standort Marburg Einblicke in die industrielle Arzneimittelherstellung und mögliche Tätigkeitsfelder in der pharmazeutischen Industrie.

Am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie erläuterte Direktor Prof. Dr. Helge Bode anschaulich wissenschaftliche Arbeitsweisen und akademische Karrierewege. Genau diese Verbindung aus Forschung, Kommunikation und Berufsorientierung macht das Erfinderlabor aus“, sagte Meike Jäger, ebenfalls im Vorstand des ZFC.

Können Viren im Kampf gegen gefährliche Bakterien helfen? Wie lassen sich Tumorzellen gezielt angreifen? Lassen sich Wirkstoffe so verpacken, dass sie genau dort wirken, wo sie gebraucht werden? Und können gestresste Stammzellen andere Zellen schützen? Antworten auf diese Fragen präsentierten die acht Schülerinnen und acht Schüler am 21. August Gästen aus Wissenschaft, Politik, Schule und Wirtschaft. Schauplatz war die Alte Aula der Philipps-Universität Marburg, ein historischer Ort, an dem seit Jahrhunderten gelehrt und geforscht wird. Hier präsentierten die Jugendlichen anschaulich und auf den Punkt, was sie in einer Woche intensiver Laborarbeit erarbeitet hatten. „Wissenschaftliches Wissen allein reicht nicht aus. Man muss es auch so vermitteln können, dass auch Nicht-Fachleute Bedeutung verstehen“, sagte Dr. Thomas Schneidermeier, Vorstand des ZFC. „Diese Wissenskommunikation brauchen wir in Zeiten von Fake News heute mehr denn je.“

Ziel des Programms ist die Stärkung der MINT-Bewertungskompetenz von Schülerinnen und Schülern für gesellschaftlich relevante Fragestellungen sowie eine authentische Berufsorientierung. Die Initiative soll junge Menschen außerdem dazu befähigen, gezielt verbreitete Fake News im Netz mit MINT-Wissen zu erkennen. Die Ergebnisse werden im Nachgang der Workshopwoche in Erklärvideos für den Regelunterricht aufbereitet.

Über das Zentrum für Chemie

Das Zentrum für Chemie (ZFC) ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Seit über 20 Jahren führt das ZFC gemeinsam mit Schulen, Hochschulen, Forschungsinstituten, Unternehmen, Verbänden, Stiftungen und Ministerien Projekte durch. Die Einbindung gesellschaftsrelevanter Fragestellungen in den Regelunterricht ermöglicht eine bessere berufliche Orientierung, trägt damit zur MINT-Fachkräftesicherung bei und erlaubt es News mit MINT-Wissen einzuordnen. Weitere Informationen: www.z-f-c.de

Pressemeldung des ZFC 

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